Am 29. und 30. Januar 2026 besuchte eine Delegation der Werchowna Rada der Ukraine sowie des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Ukraine die Schweizerische Eidgenossenschaft im Rahmen der Studienreise „Einblick in die Systeme der Erwachsenenbildung und des lebenslangen Lernens in Deutschland und der Schweiz“, die mit Unterstützung der internationalen Bildungsorganisation DVV International durchgeführt wurde.
Die Delegation setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der legislativen und exekutiven Ebene der Ukraine zusammen, darunter die Abgeordneten der Werchowna Rada: der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Bildung, Wissenschaft und Innovation Serhii Babak, die Ausschussmitglieder Serhii Koleboshyn und Roman Hryshchuk sowie der stellvertretende Minister für Bildung und Wissenschaft der Ukraine Mykhailo Trofymenko.
Diese Zusammensetzung ermöglichte es, strategische Perspektiven der Bildungsreformen mit einem praxisorientierten Interesse am europäischen Erfahrungsaustausch im Bereich der Erwachsenenbildung zu verbinden. Während des Aufenthalts in der Schweiz hatte die Delegation die Möglichkeit, sich aus erster Hand mit dem Funktionieren des Bildungssystems der Eidgenossenschaft vertraut zu machen. Insbesondere fanden Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB) sowie mit einem der führenden Anbieter der Erwachsenenbildung im Kanton Zürich, EB Zürich, statt. Dabei wurde ein intensiver Austausch über bewährte Praktiken und Ansätze zur Organisation der Erwachsenenbildung geführt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Dialog mit den föderalen Behörden der Schweiz. In Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA/FDFA), der Schweizerischen Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/SDC), des Staatssekretariats für Migration (SEM) sowie des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI/SERI) wurden Fragen der internationalen Zusammenarbeit und der Unterstützung von Bildungsreformen zur Förderung des Humankapitals der Ukraine erörtert. Ein wichtiger Programmpunkt war zudem der Besuch des Schweizer Parlaments, wo die ukrainische Delegation Gespräche mit ihren Schweizer Amtskolleginnen und -kollegen führte.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Trends und Herausforderungen im Bildungsbereich, die Rolle der Parlamente bei der Gestaltung der Bildungspolitik sowie Wege zur Umsetzung von Massnahmen im Bereich der Erwachsenenbildung.
Die Botschaft der Ukraine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft misst diesem Kooperationsformat grosse Bedeutung bei und wird auch künftig die Entwicklung des ukrainisch-schweizerischen Dialogs im Bereich Bildung und menschliche Entwicklung unterstützen, was für die Ukraine auf ihrem Weg der Erholung und der europäischen Integration von besonderer Relevanz ist.