Die Russische Föderation führt seit zwölf Jahren einen bewaffneten Angriffskrieg gegen die Ukraine, und in den letzten vier Jahren einen umfassenden Krieg gegen unser Land, der sich besonders brutal gegen die Zivilbevölkerung und kritische Infrastrukturen richtet.
Vor diesem Hintergrund sind jegliche Versuche, die ukrainische und die russische Kultur auf eine Stufe zu stellen oder als „gemeinsamen Raum des Dialogs“ darzustellen, unzulässig und schmerzhaft für die ukrainische Gesellschaft.
Die ukrainische Kultur ist heute eine Kultur des Widerstands, der Würde und des Kampfes für Freiheit. Sie kann nicht mit der Kultur eines Staates gleichgesetzt oder verglichen werden, der einen Eroberungskrieg führt, ukrainische Städte und Dörfer zerstört, die Zivilbevölkerung tötet und systematisch die kritische Infrastruktur der Ukraine vernichtet.
Solche kulturellen Formate verwischen die klare Grenze zwischen Aggressor und Opfer und werden als schmerzhafter Signal für die ukrainische Gemeinschaft – sowohl in der Ukraine als auch hier in der Schweiz – wahrgenommen.
Die Botschaft der Ukraine in der Schweiz ruft kulturelle, bildungsbezogene und gesellschaftliche Institutionen dazu auf, den realen Kontext der andauernden russischen Aggression zu berücksichtigen und verantwortungsvoll zu handeln, mit Respekt vor den Kriegsgeschädigten, den Prinzipien der Gerechtigkeit und der Menschenwürde.