Am 28. April 2026 führte die Botschaft der Ukraine in der Schweiz im PolitForum in Bern eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 40. Jahrestages der Tschornobyl-Katastrophe durch.
Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Politik, der akademischen Welt, des Expertensystems sowie der Zivilgesellschaft zusammen, um eine der größten menschengemachten Katastrophen der Menschheitsgeschichte zu reflektieren.
In ihrer Begrüßungsrede betonte die Botschafterin der Ukraine, dass Tschernobyl nicht nur eine Tragödie der Vergangenheit sei, sondern auch eine wichtige Mahnung hinsichtlich der Kosten von Verantwortungslosigkeit, Intransparenz und politischen Entscheidungen, deren Folgen Generationen betreffen können.
Die Diskussion war in drei thematische Panels gegliedert:
• die Geschichte der Katastrophe von 1986 und ihre globalen Folgen;
• Tschornobyl im Kontext des russischen Krieges gegen die Ukraine und aktuelle Herausforderungen der nuklearen Sicherheit;
• die Zukunft der Tschernobyl-Zone, der Kernenergie sowie Lehren für die Welt.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Ereignissen des Jahres 2022, als die russische Besatzung der Tschornobyl-Zone beispiellose Risiken für die nukleare Sicherheit schuf und erneut zeigte, dass Krieg und nukleare Infrastruktur unvereinbar sind.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem eine Ausstellung mit 13 thematischen Postern präsentiert, die die zentralen Phasen der Katastrophe, ihre Folgen und aktuelle Herausforderungen visuell darstellte. Zusätzlich hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mittels VR-Brillen eine virtuelle Tour durch die Tschornobyl-Zone zu erleben und so das Ausmaß der Katastrophe sowie ihre langfristigen Auswirkungen besser nachzuvollziehen.
Tschornobyl hat der Welt gelehrt, dass die Folgen von Katastrophen keine Grenzen kennen. Heute erinnert es zudem daran, dass nukleare Sicherheit eine gemeinsame Verantwortung ist.
Wir danken allen Teilnehmenden für die inhaltsreiche Diskussion und ihre Unterstützung der Ukraine.