Am 29. April 2026 fand im Bernisches Historisches Museum ein bedeutendes internationales Symposium mit dem Titel „Protecting Cultural Heritage – Learning from Ukraine“ statt, das dem Schutz des kulturellen Erbes unter Kriegsbedingungen gewidmet war.
Die Veranstaltung brachte Expertinnen und Experten aus der Ukraine und der Schweiz zusammen, ebenso Vertreterinnen und Vertreter der Museumscommunity, staatlicher Institutionen und internationaler Organisationen, um Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu diskutieren und praktische Lösungen zum Schutz kultureller Werte in Krisenzeiten zu erarbeiten.
Besondere Aufmerksamkeit galt den ukrainischen Erfahrungen im Umgang mit der Zerstörung kulturellen Erbes infolge der russischen Aggression. Bis heute wurden mehr als 1700 Kulturerbeobjekte sowie über 2500 Einrichtungen der kulturellen Infrastruktur beschädigt oder zerstört — darunter Museen, Theater, Bibliotheken sowie historische und kulturelle Denkmäler.
In ihrer Rede betonte die Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafterin der Ukraine in der Schweiz, Iryna Venediktova, dass dieser Krieg nicht nur ein Kampf um Territorium sei, sondern auch ein systematischer Angriff auf die ukrainische Identität, Kultur und das historische Gedächtnis. Gleichzeitig verteidigt sich die Ukraine nicht nur, sondern entwickelt auch neue Ansätze zum Schutz des kulturellen Erbes, die für ganz Europa von Bedeutung sind.
Wir sprechen den Organisatoren — dem Bernisches Historisches Museum und der Ukraine Culture Network — unseren aufrichtigen Dank für die hervorragende Organisation, Professionalität und die Schaffung einer Plattform für einen substantiellen internationalen Dialog aus.
Ein besonderer Dank gilt der Schweiz für ihre konsequente Unterstützung der Ukraine sowie den internationalen Partnern, insbesondere der ALIPH Foundation, für die Unterstützung dieser wichtigen Initiative.
Wir danken allen Teilnehmenden — ukrainischen und internationalen Expertinnen und Experten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern kultureller Institutionen und Behörden — für ihren Beitrag zur gemeinsamen Aufgabe des Schutzes des kulturellen Erbes.
Heute ist mehr denn je klar: Der Schutz des kulturellen Erbes betrifft nicht nur die Vergangenheit. Es geht um den Schutz von Wahrheit, Identität und Zukunft.