Die Botschafterin Iryna Venediktova und der neu ernannte Staatssekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten Aleksandre Fasel diskutierten über die weitere Vertiefung der fruchtbaren Beziehungen zwischen der Ukraine und der Schweizerischen Eidgenossenschaft und bewerteten das Potenzial für die Interaktion zwischen den Parteien im Sinne internationaler Organisationen insbesondere im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Position der internationalen Gemeinschaft, die russische Aggression gegen die Ukraine zu stoppen und die Achtung der Normen des Völkerrechts wiederherzustellen.
Der offene Meinungsaustausch befasste sich mit wichtigen Fragen der Entwicklung der Sicherheitslage in unserem Land und in der Region, den Bemühungen zur Steigerung der Fähigkeiten der Ukraine beim Schutz vor allem von Objekten kritischer Infrastruktur und lebenswichtiger Aktivitäten, der Erhaltung ihres wirtschaftlichen Potenzials und aktiver Aktivitäten Schritte zur Umsetzung vorrangiger Wiederaufbauprojekte. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die systematische Arbeit der Schweiz sowohl bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe als auch bei der Umsetzung von Grossprojekten im Bereich der humanitären Minenräumung, dem Bau von Schutzstrukturen in Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie der Bereitstellung von humanitärer Hilfe fortzusetzen. In unserem Land wurden staatliche Garantien für Schweizer Unternehmen festgestellt, die bereit sind, sich an Investitionsprojekten zu beteiligen.
Der Staatssekretär Fasel berichtete über die unveränderte Haltung der Schweiz zur russischen Aggression, ihre Unterstützung für die Notwendigkeit, diejenigen, die sich des Verbrechens der Aggression schuldig gemacht haben, vor Gericht zu bringen und über vorrangige Anweisungen für die technische und humanitäre Hilfe für die Ukraine.
Anlässlich des 90-Jahre der Holodomor-Tragödie von 1932–1933 stand auch die Frage im Mittelpunkt, ob die Schweiz dem Kreis der demokratischen Länder beitreten könne, die dieses Verbrechen des totalitären Regimes als Völkermord am ukrainischen Volk anerkannten.
Die Botschafterin dankte dem Staatssekretär für den unveränderten und klaren Kurs der Unterstützung für die Ukraine.