Am 10. Dezember fand im HSG SQUARE (St. Gallen) unter Beteiligung der Botschafterin der Ukraine in der Schweiz, Iryna Wenediktova, eine inhaltlich anspruchsvolle Podiumsdiskussion statt, die dem internationalen Recht, den Sanktionen und der Zukunft der Ukraine im globalen Kontext gewidmet war.
Die Veranstaltung wurde von Michael Domeisen (HSG Foundation) moderiert, der der Diskussion eine dynamische und zugleich tiefgehende Richtung gab.
Franziska Tschudi Sauber teilte ihre Einschätzungen zu den historischen und wirtschaftlichen Aspekten der Ukraine aus unternehmerischer Perspektive und betonte die Bedeutung des Kontextverständnisses für eine langfristige Zusammenarbeit und den Wiederaufbau.
Die Botschafterin konzentrierte sich auf das Thema Sanktionen und hob hervor:
„Wir können noch nicht sagen, dass das Sanktionsregime eine vollständig ausgebildete Institution ist, aber wir können feststellen, dass es sich in der Phase der Entstehung befindet.“
Abschließend stellte sie fest, dass, wenn das Völkerrecht die Sprache ist, mit der die Welt ihre Grenzen definiert, die Sanktionen nach 2022 zu dem Instrument geworden sind, mit dem die Welt diese Grenzen erstmals seit vielen Jahren zu verteidigen begonnen hat.
Prof. Leena Grover sprach über die Einrichtung eines Sondertribunals und die rechtliche Verantwortung für das Verbrechen der Aggression und unterstrich die zentrale Rolle der internationalen Justiz.
Prof. Ulrich Schmid skizzierte mögliche Zukunftsszenarien für die Ukraine, die die Grundlage für eine lebhafte Gesamtdiskussion zwischen den Podiumsteilnehmenden und dem Publikum bildeten.
Die Veranstaltung endete mit einer Fragerunde, die das hohe Interesse und die inhaltliche Tiefe der diskutierten Themen deutlich machte.
Wir danken allen Referentinnen, Referenten und Teilnehmenden für das wichtige und aktuelle Gespräch über Recht, Verantwortung und die Zukunft der Ukraine.