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Kommentar des Außenministeriums anlässlich des 36. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl
Veröffentlicht am 26 April 2022 Jahr 12:07

Vor 36 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich die größte von Menschen verursachte Katastrophe in der Geschichte der Menschheit – der Unfall von Tschernobyl. Heute ehren wir das Andenken an die Helden, die auf Kosten ihres eigenen Lebens und ihrer Gesundheit die Menschheit vor einer globalen nuklearen Katastrophe gerettet haben.

Die Ukraine und die Welt haben titanische Anstrengungen unternommen, um die Folgen dieser Katastrophe zu überwinden. Wir sind der internationalen Gemeinschaft dankbar für die Solidarität und die umfassende Hilfe, die unter anderem im Rahmen der Umsetzung der Abkommen erhalten wurde, die in der Vereinbarung über das AKW Tschernobyl mit den G7-Ländern und der Europäischen Kommission von 1995 verankert sind.

Dank der Aktivitäten der Regierung und der Unterstützung internationaler Partner wurden bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung internationaler Projekte zur Stilllegung des AKW Tschernobyl und zum Bau eines neuen sicheren Verschlusses über dem Shelter-Objekt erzielt.

Am 24. Februar 2022 kam die internationale Gemeinschaft erneut zur Überzeugung, dass die totalitären Regime, die die Sowjetunion war und heute Russland ist, eine Bedrohung für die nukleare Sicherheit der Welt darstellen. Unter Missachtung international anerkannter Sicherheitsprinzipien und -anforderungen sowie der internationalen Verpflichtungen der Russischen Föderation selbst führten die russischen Streitkräfte als Mitglied der Vereinten Nationen und der IAEO eine zynische und brutale militärische Invasion mit der anschließenden Eroberung des Territoriums der Sperrzone und des Industriestandorts des Atomkraftwerks Tschernobyl durch.

Die Eroberung des Atomkraftwerks Tschernobyl und die Besetzung des größten europäischen AKW Saporischschja brachten die Welt erneut in die Gefahr einer nuklearen Katastrophe.

Diese Gefahr ist aufgrund der ungeordneten Raketenangriffe und Bombenanschläge, zu denen das Aggressorland auf dem Territorium der Ukraine greift, immer noch real. Die Schäden, die russische Truppen am Kernkraftwerk Tschernobyl angerichtet haben, müssen richtig ermittelt und die Täter vor Gericht gestellt werden.

Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit unseren zuverlässigen Freunden und Partnern werden alle Folgen der zerstörerischen Aktionen des russischen Militärs in der auswerten und weitere Schritte zu deren Beseitigung beschließen.

Die internationale Gemeinschaft hatte die Möglichkeit zu sehen, wer an der Verbesserung der nuklearen Sicherheit Europas und der Welt arbeitet und wer all diese Bemühungen verantwortungslos einrichtet.

Die Ukraine ist bereit, egal was passiert, weitere gemeinsame Erfolge mit internationalen Partnern bei der Überwindung der Folgen der Katastrophe von Tschernobyl und der Verhinderung neuer nuklearer Katastrophen zu erzielen.


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