Am 17.–18. März 2026 besuchten Vertreter der 12. Spezialbrigade „Asow“ der Nationalgarde der Ukraine mit Unterstützung der Botschaft der Ukraine die Schweizerische Eidgenossenschaft.
Der Delegation gehörten Hennadii Kharchenko, Verteidiger von Mariupol und ehemaliger Kriegsgefangener, der aus russischer Gefangenschaft freigelassen wurde, sowie sein Kamerad Nestor Barchuk an, der sich mit internationaler Kommunikation und Advocacy-Arbeit befasst, um die internationale Gemeinschaft über den Verlauf der russischen Aggression gegen die Ukraine, russische Desinformation sowie systematische Verletzungen der Rechte ukrainischer Kriegsgefangener durch die Russische Föderation zu informieren.
Am 17. März 2026 nahmen die Vertreter der Brigade am Ukraine-Forum im Schweizer Parlament teil. Im Rahmen der Veranstaltung beteiligten sie sich an einer thematischen Paneldiskussion zur Sicherheitslage in der Ukraine sowie zu den humanitären Aspekten des Krieges, insbesondere zu den Haftbedingungen ukrainischer Kriegsgefangener und der Notwendigkeit verstärkter internationaler Anstrengungen zu deren Freilassung sowie zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts.
Am 18. März 2026 führte die Delegation unter Beteiligung von Vertretern der Botschaft sowie der Ständigen Vertretung der Ukraine in Genf eine Reihe von Gesprächen mit internationalen humanitären Organisationen in Genf. Insbesondere fanden Treffen beim Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR), beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie am Hauptsitz der Vereinten Nationen mit Vertretern führender Menschenrechtsorganisationen statt, darunter die International Commission of Jurists (ICJ), die Human Rights House Foundation (HRHF) und die International Bar Association (IBA).
Während der Gespräche wies die ukrainische Seite auf die systematischen Verstöße der Russischen Föderation gegen das humanitäre Völkerrecht hin, insbesondere in Bezug auf die Haftbedingungen ukrainischer Kriegsgefangener, die Bedeutung eines ungehinderten Zugangs internationaler Organisationen zu Haftorten sowie die Notwendigkeit verstärkter internationaler Bemühungen zu deren schnellstmöglicher Freilassung.
Es wurde zudem betont, dass solche Handlungen des Aggressors das globale Vertrauen in das humanitäre Völkerrecht und seine Mechanismen untergraben und daher koordinierte internationale Anstrengungen zur Wiederherstellung des Respekts für die Genfer Konventionen sowie zu deren konsequenter Einhaltung von entscheidender Bedeutung sind.
Die Botschaft der Ukraine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterstreicht die Bedeutung, die Aufmerksamkeit auf die Einhaltung der Rechte ukrainischer Kriegsgefangener aufrechtzuerhalten, und betont die Notwendigkeit, internationale Bemühungen zur Wiederherstellung des Vertrauens in das humanitäre Völkerrecht sowie zur strikten Einhaltung der Genfer Konventionen als Grundlage des Schutzes der Menschenrechte in bewaffneten Konflikten zu intensivieren.