Am 4. März traf sich der Außenminister der Ukraine Andrij Sybiha in Lwiw gemeinsam mit der First Lady Olena Selenska mit der Ministerin für Äusseres, Bildung und Sport des Fürstentums Liechtenstein, Dominique Hasler, im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs in der Ukraine.
Die Seiten diskutierten zentrale Fragen der bilateralen Zusammenarbeit und weitere gemeinsame Schritte in den Bereichen Schutz des Völkerrechts, Sanktionspolitik, wirtschaftlicher Wiederaufbau der Ukraine und humanitäre Unterstützung.
Besonderes Augenmerk legten die Minister auf die Umsetzung humanitärer Projekte in der Ukraine. In diesem Zusammenhang nahmen Andrij Sybiha und Dominique Hasler gemeinsam mit der First Lady Olena Selenska an der Eröffnung der “Schule der Superhelden” in Lwiw teil.
Diese Einrichtung wurde mit Unterstützung der Stiftung von Olena Selenska und der Regierung des Fürstentums Liechtenstein geschaffen, die für dieses Projekt 250000 Schweizer Franken bereitgestellt hat.
Der Minister sprach seinen Dank für den finanziellen Beitrag des Fürstentums zum Bau von familienähnlichen Häusern für betroffene Familien in der Ukraine sowie für die Unterstützung der Ukrainer aus, die aufgrund der russischen Aggression im Ausland Schutz suchen mussten.
„Insbesondere betrifft dies den Bau familienähnlicher Häuser in Poltawa und Fastiw sowie die Schaffung von fünf modernen Bildungsräumen der „Schule der Superhelden“. Heute sind die Verbindungen zwischen unseren Ländern stark, und wir streben danach, sie weiter auszubauen – für einen gerechten, umfassenden und nachhaltigen Frieden“, betonte Andrij Sybiha.
Der Außenminister dankte Liechtenstein für seine aktive Rolle bei der Schaffung eines Sondertribunals zum Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine sowie für seine Unterstützung bei der Entwicklung eines Registers für Schäden, die durch die russische Aggression verursacht wurden.
Der Minister würdigte außerdem die Entscheidung des Landtags von Liechtenstein, 8 Millionen Schweizer Franken für den Wiederaufbau der Ukraine in den Jahren 2025–2029 sowie 800000 Schweizer Franken zur Unterstützung von EBRD-Projekten für die ukrainische Wirtschaft bereitzustellen.
Andrij Sybiha drückte Liechtenstein seine tiefe Dankbarkeit für seine Bemühungen um die Rückführung deportierter ukrainischer Kinder, die Unterstützung des Sanktionsdrucks auf den Aggressor, die politische und humanitäre Hilfe für die Ukraine sowie die Förderung der humanitären Minenräumung aus.