Am 13. Juli 2025 empfing der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, in Kiew die Präsidentin des Nationalrates der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Maya Riniker.
Der Präsident betonte, dass dieser Besuch ein starkes Zeichen ihrer persönlichen Unterstützung und Solidarität mit der Ukraine sei.
Wolodymyr Selenskyj dankte für die Unterstützung beim humanitären Minenräumen sowie für die finanzielle Hilfe – insbesondere für den Entscheid, 5 Milliarden Schweizer Franken für den Wiederaufbau der Ukraine in den kommenden Jahren bereitzustellen.
Er würdigte auch die Organisation des Friedensgipfels in Bürgenstock, der im vergangenen Jahr in der Schweiz stattfand. Auch wenn der Gipfel keinen unmittelbaren Frieden brachte, war er ein wichtiger Schritt im internationalen Friedensprozess.
„Unsere Position bleibt unverändert: Wir verurteilen die russische Aggression gegen die Ukraine. Wir bekennen uns zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden, zum Völkerrecht und zur Charta der Vereinten Nationen“, erklärte Maya Riniker.
Ein weiteres Thema war die Verschärfung des Sanktionsdrucks auf Russland. Besonderes Augenmerk galt der Lieferung kritischer Komponenten und Technologien an Russland, die für die Produktion von Drohnen und Raketen verwendet werden. Es sei von zentraler Bedeutung, solche Lieferketten zu unterbrechen und sicherzustellen, dass Rüstungsunternehmen die Endverwendung ihrer Produkte kontrollieren.
Wolodymyr Selenskyj und Maya Riniker sprachen auch über die Rückführung ukrainischer Kinder, die von Russland entführt oder rechtswidrig verschleppt wurden. Der Präsident unterstrich, dass dieses Thema zu den höchsten Prioritäten der Ukraine gehöre, und hob die Bedeutung einer möglichen Beteiligung der Schweiz an der Internationalen Koalition für die Rückführung ukrainischer Kinder sowie der Initiative „Bring Kids Back UA“ hervor. Dank dieser Initiative konnten bereits etwa 1.500 Kinder zurückgebracht werden. Die Schweiz prüft derzeit ihre Beteiligung; entsprechende Verfahren laufen im Parlament.
Zudem wurde die Tätigkeit schweizerischer Unternehmen in der Ukraine erörtert. Präsident Selenskyj dankte für ihr Engagement – nicht nur würden Arbeitsplätze erhalten, sondern sogar neue geschaffen. Für die Ukraine sei es wichtig, dass schweizerische Unternehmen präsent bleiben und weiter investieren.