Am 4. Dezember haben die Botschaft der Ukraine in der Schweiz und die Botschaft von Schweden in der Schweiz eine Vorführung des Films Songs of Slow Burning Earth der Regisseurin Olha Zhurba organisiert. In ihrem Werk untersucht die Regisseurin feinfühlig und eindringlich, wie der Krieg den Alltag der Ukrainerinnen und Ukrainer verändert. Der Lärm von Raketen und Artillerie, ständige Anspannung, Angst und Hass – all dies wird nach und nach schmerzlich zu einem Teil der Normalität. Der Film vermittelt nicht nur eine Atmosphäre der Unruhe, sondern auch die Kraft der menschlichen Resilienz, die in Zeiten langfristiger Belastungen entsteht.
Der Film wurde bereits beim Festival des Ukrainischen Films in Polen als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet und erhielt zudem eine Auszeichnung von Docudays UA. Dieses Jahr ist er für die IDA Documentary Awards sowie die European Film Awards nominiert.
In ihrer Ansprache dankte die Botschafterin der Ukraine in der Schweiz, Iryna Venediktova, dem Botschafter Schwedens, Carl Magnus Nesser, für die konstruktive Zusammenarbeit sowie dem Direktor des Cinématte, Bernhard Schürch, für die Gastfreundschaft und professionelle Begleitung.
Nach der Vorführung hinterliess der Film beim Publikum tiefes Mitgefühl, Fragen darüber, warum Menschen leiden müssen, sowie den Wunsch zu helfen und zu handeln. Ein besonderer Dank geht an alle Anwesenden, die auf vorweihnachtliche Unbeschwertheit verzichteten, um Solidarität mit jenen zu zeigen, die heute in der Ukraine für Freiheit und Leben kämpfen. Denn gerade Kultur und Kunst helfen uns, Wahrheit und Menschlichkeit selbst in den schwierigsten Zeiten zu bewahren.