Am 29. September fand im Schweizer Bundeshaus in Bern mit Unterstützung der Botschaft der Ukraine das Ukrainische Forum «Russlands Krieg gegen die Zivilbevölkerung: Parlamentarischer Dialog und Vorbereitung auf den Winter» statt.
Die Veranstaltung brachte ukrainische und schweizerische Parlamentarierinnen und Parlamentarier, Diplomatinnen und Diplomaten sowie Expertinnen und Experten zusammen, um den Schutz der Zivilbevölkerung, die Unterstützung der Ukraine angesichts des bevorstehenden Winters und die weitere Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern zu erörtern.
In ihrer Eröffnungsrede machte die Botschafterin der Ukraine, Iryna Wenediktowa, auf die Folgen der russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur sowie auf die dramatische humanitäre Lage im besetzten Oleschky aufmerksam. Sie betonte die Notwendigkeit, den Druck auf Russland zu verstärken, Sanktionen wirksam durchzusetzen, die Energieversorgung und Widerstandsfähigkeit der Ukraine zu stärken und eine verlässliche internationale Finanzierung sicherzustellen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Rückführung ukrainischer Kinder, die von Russland rechtswidrig deportiert oder zwangsweise verbracht wurden. Zeitgleich fand in Toronto die zweite internationale Konferenz zur Rückführung ukrainischer Kinder, ziviler Geiseln und Kriegsgefangener statt, an der Kanada, die Ukraine und Norwegen beteiligt waren.
Im Rahmen des Forums wurde im Schweizer Bundeshaus auch die dokumentarische Fotoausstellung «Rückkehr nach Hause» präsentiert. Sie ist ukrainischen Soldatinnen und Soldaten gewidmet, die aus russischer Gefangenschaft befreit wurden. Anhand persönlicher Geschichten und dokumentarischer Fotografien zeigt die Ausstellung die Folgen der Gefangenschaft, die ersten Augenblicke nach der Rückkehr und die lang ersehnten Begegnungen mit Angehörigen. Sie erinnert eindrücklich daran, den menschlichen Dimensionen des Krieges Aufmerksamkeit zu schenken – den Schicksalen jener, die bereits nach Hause zurückgekehrt sind, und der Verteidigerinnen und Verteidiger, deren Rückkehr die Ukraine weiterhin erwartet.
Unser herzlicher Dank gilt der Ersten Vizepräsidentin des Nationalrats, Katja Christ, dem Nationalrat Raphaël Mahaim sowie dem ukrainischen Honorarkonsul in der Schweiz und Präsidenten der Ukrainischen Gesellschaft in der Schweiz, Andrij Lushnyzkyj, für ihre Unterstützung und die Organisation des Forums. Wir danken allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und ihre Solidarität mit der Ukraine.
Der parlamentarische Dialog trägt dazu bei, Unterstützung in konkrete Entscheidungen umzusetzen. Wir setzen unsere gemeinsame Arbeit zum Schutz der Menschen und für einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine fort.