Am 11. Oktober 2024 traf sich Botschafterin Iryna Venediktova mit dem neu ernannten stellvertretenden Direktor der Abteilung Völkerrecht des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, Ronald Portmann.
Während des Treffens besprachen die Parteien die Frage der bilateralen Zusammenarbeit im Rechtsbereich, den Fortschritt bei der Umsetzung von Projekten zur Unterstützung der Ukraine sowie die rechtlichen Aspekte der Frage der Wiederherstellung der Gerechtigkeit für die Ukraine.
Die Botschafterin der Ukraine informierte den Schweizer Beamten über die Bemühungen der Ukraine, um einen gerechten Frieden zu schaffen. Sie betonte, dass der einzig akzeptable Weg zum Frieden weiterhin die vom Präsidenten der Ukraine vorgeschlagene Friedensformel sei, die auf der Achtung der UN-Charta und der vollständigen Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine innerhalb international anerkannter Grenzen beruhe.
Iryna Venediktova betonte, dass die wahre Wiederherstellung der Gerechtigkeit darin besteht, den Agressor für alle Verbrechen gegen das Völkerrecht und das Volk der Ukraine, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und das Verbrechen der Aggression vor Gericht zu bringen. Sowie Entschädigung für Schäden an unserem Staat und allen Opfern. Es bedeutet auch die Unvermeidlichkeit der Bestrafung aller Kriminellen, die eine Voraussetzung für die Sicherheit der gesamten Menschheit sein wird. Andere potenzielle Aggressoren müssen verstehen, dass diese Verbrechen unweigerlich bestraft werden.
Damit sich die Weltordnung und das Völkerrecht durchsetzen können, braucht die Ukraine die Hilfe und das Fachwissen von Partnern und Spezialisten. In diesem Zusammenhang begrüßte die Botschafterin der Ukraine die Beteiligung der Schweiz und insbesondere der Experten der Abteilung für Völkerrecht des EDA am internationalen Prozess der Erörterung der rechtlichen Fragen der Schaffung eines Sondergerichtshofs für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine.