Die Botschafterin Iryna Venediktova traf sich mit der Staatssekretärin des EDA Livia Leu. Der Schwerpunkt lag zunächst auf der Unterstützung der Opfer eines weiteren Terroranschlags der Russischen Föderation – der Sprengung des WKW Kachowka und der Notwendigkeit einer unvermeidlichen Bestrafung dieses Verbrechens. Die Hilfe der Schweiz in dieser schwierigen Zeit ist für die Ukraine sehr wertvoll.
Es ist für uns sehr wichtig, die Handlungen des Angreifers auf internationaler Ebene zu verurteilen. Und die nichtständige Mitgliedschaft der Schweiz im UNO-Sicherheitsrat bietet zusätzliche Möglichkeiten.
Die Staatssekretärin Livia Leu informierte über die Bemühungen des Bundes, den betroffenen Bewohnern der Kachowka Gebiete Erste Hilfe zu leisten. Die Schweizer Seite arbeitet vor Ort in Zusammenarbeit mit Wasserversorgern und internationalen Organisationen daran um 60.000 Ukrainer mit Trinkwasser zu versorgen. Die Unterstützung wird fortgesetzt.
Auch im Bereich der humanitären Minenräumung hat die Schweiz ihre Anstrengungen verstärkt. Die Botschafterin dankte für die Absicht die Dynamik der Zusammenarbeit zu vertiefen und die Finanzierung von Projektaktivitäten zu erhöhen, die der Vorstehender des EDA Ignazio Cassis, auf der Internationalen Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in London vorgestellt hatte.
Der Präsident der Ukraine Volodymyr Zelenskyy wies in seiner Viedeoansprache vor der Bundesversammlung darauf hin, dass die Ukraine sich freuen würde, die Schweiz unter den Ländern zu sehen, die sich an der Umsetzung der Friedensformel beteiligen. Die Botschafterin dankte für die Berücksichtigung unserer Signale bezüglich des einzigen umfassenden Plans zur Erreichung des Friedens in der Ukraine.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die Bedeutung der Anerkennung des Holodomor von 1932–1933 durch die Schweiz als Völkermord am ukrainischen Volk.