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In Bern wurde der 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine gefeiert
Veröffentlicht am 24 August 2026 Jahr 15:08

Am 23. August fand in Bern eine feierliche Veranstaltung anlässlich des 35. Jahrestages der Unabhängigkeit der Ukraine statt, organisiert von der Ukrainer in Bern mit Unterstützung der Botschaft der Ukraine in der Schweiz. Die Veranstaltung wurde zu einem Ort des offenen Dialogs, der Kulturdiplomatie und des Dankes an alle, die der Ukraine weiterhin zur Seite stehen.
Begrüssungsreden hielten die Botschafterin der Ukraine in der Schweiz Iryna Venediktova, die Präsidentin der Ukrainer in Bern Liudmyla Zuber sowie der Nidauer Parlamentarier Stefan Dörig.
In ihrer Ansprache betonte Botschafterin Iryna Venediktova, dass die Unterstützung der Ukraine heute nicht nur ein Akt der Solidarität mit dem ukrainischen Volk sei, sondern auch ein Beitrag zu Frieden, Sicherheit und zum Schutz jener Prinzipien, auf denen das moderne Europa beruht. Sie erinnerte daran, dass die Unabhängigkeit der Ukraine das Ergebnis einer jahrhundertelangen Geschichte von Staatlichkeit, Kultur und dem Kampf um das Recht ist, sie selbst zu sein.
„Die Ukrainer träumen nicht von einem heldenhaften Leben. Wir träumen von einem normalen Leben – davon, unsere Zukunft planen zu können, zu wissen, dass unsere Kinder sicher sind, und einzuschlafen, ohne an Raketen und Drohnen denken zu müssen.“
Die Botschafterin sprach zudem ihren aufrichtigen Dank an die Schweiz und Liechtenstein für ihre konsequente Unterstützung der Ukraine aus – von humanitärer Hilfe, Minenräumung und Wiederaufbau bis hin zum Schutz des kulturellen Erbes und den internationalen Bemühungen für einen gerechten Frieden. Besonders hob sie die Rolle der ukrainischen Gemeinschaft hervor, die sie als wahre Botschafterinnen und Botschafter der Ukraine bezeichnete, welche täglich Brücken zwischen unseren Völkern bauen.
Höhepunkt der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion mit der Journalistin und Autorin Luzia Tschirky, der Nationalrätin Irène Kälin, dem Berner Gemeinderat Alec von Graffenried sowie dem Leiter der humanitären Organisation Ukrainehilfe mit Herz, Marcel Kübler. Moderiert wurde das Gespräch vom Journalisten Jürg Steiner.
Im Mittelpunkt standen die Zukunft der europäischen Sicherheit, persönliche Erfahrungen von Reisen in die Ukraine und die unveränderte Notwendigkeit, die Ukraine und ihre Menschen zu unterstützen. Die Teilnehmenden betonten, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine eine Herausforderung für ganz Europa ist und Solidarität mit der Ukraine eine gemeinsame Verantwortung der demokratischen Welt bleibt.
Besonders bewegend war der Beitrag von Marcel Kübler, der von mehr als 55 humanitären Missionen in die Ukraine berichtete. Trotz ständiger Luftalarme und grosser Risiken liefert sein Team regelmässig medizinische Ausrüstung und Medikamente in Krankenhäuser in Charkiw, Cherson und Sumy. Er sagte, dass Ukrainerinnen und Ukrainer ihm oft erzählen, wie viel Kraft ihnen die Unterstützung internationaler Freundinnen und Freunde gibt.
Für die musikalische Atmosphäre sorgte der Kammerchor Misericordia. Fotoausstellungen von Olha und Yuliia Subotinas sowie eine Kunstausstellung von Olha Sabadin zeigten eindrucksvoll die Unbeugsamkeit der ukrainischen Kultur selbst in Zeiten des Krieges.
Ein herzlicher Dank gilt der Ukrainer in Bern, allen Rednerinnen und Rednern, dem Moderator, dem Chor Misericordia, den Künstlerinnen und Künstlern, den Freiwilligen sowie allen Gästen, die diesen besonderen Tag mit uns geteilt haben.
Gemeinsam – für die Ukraine, für einen gerechten Frieden und für unsere gemeinsame europäische Zukunft!
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